Hof Thölke Therapiezentrum Solekammer

Hof Thölke: Therapiezentrum mit Solekammer für lungenkranke Pferde

Wer einen Therapieplatz oder einen Stall für sein atemwegserkranktes Pferd sucht, ist bei Lisa Lauenstein-Thölke genau richtig: Ihr Stall, das Therapiezentrum Hof Thölke im Landkreis Celle, ist der perfekte Aufenthaltsort für lungengeschädigte Pferde – und zwar im Rahmen einer kurweisen Reha sowie als Einstellplatz für Pferde mit Atemwegsproblemen. Seit Oktober 2021 machen zwei Solekammern das Angebot perfekt.

Wie so viele andere auch ist Lisa Lauenstein-Thölke durch ihr eigenes Pferd zum Thema Atemwegsprobleme und Equines Asthma gekommen. Sie erzählt: „Als elfjähriges Mädchen habe ich von meinen Eltern ein Pony bekommen, das nach nur einem Jahr an der Lunge erkrankte. Ich hatte damals natürlich keine Ahnung, was dies für das Pferd bedeutet. Ich habe nur gesehen, wie schlecht es ihm ging. Wegen ihm haben wir sehr früh auf unserem Hof zur Offenstallhaltung gewechselt, haben die Pferdeboxen statt mit Stroh mit staubarmen Spänen eingestreut und das gesamte Management rund um die Pferdhaltung angepasst.“

Ganzheitliche Hilfe für atemwegserkrankte Pferde

Das lungenkranke Pony aus Kindertagen begleitete Lisa Lauenstein-Thölke trotz seiner Erkrankung sehr lange – es wurde 34 Jahre und starb am Ende an einer Kolik. In der Zeit wuchs in ihr immer stärker der Wunsch, sich fortzubilden, um ihrem Pferd zu helfen. Deswegen ließ sie sich als Tierheilpraktikerin ausbilden und beschäftigte sich intensiv mit Themen wie Fütterung, Inhalation und ätherischen Ölen. Außerdem ist sie zertifizierte Trainerin für Dual-Aktivierung und Equikinetic und Equiplace-Trainerin und hat sich in den Bereichen Neurokinetic und NeuroStim weitergebildet.

Mit der positiven Wirkung der Soleinhalation hat sich die Pferdefrau länger schon beschäftigt und weil sie den Negativtrend sieht, dass immer mehr Pferde husten und Probleme mit der Lunge haben, haben sie und ihr Mann entschieden, den Hof Thölke in ein Therapiezentrum für atemwegserkrankte Pferde umzubauen. Klar, dass neben staubarmer Haltung, angepasster Fütterung und einem bedarfsgerechten Trainingsangebot auch eine Solekammer nicht fehlen darf.

Zwei Solekammern stehen auf Lisa Lauenstein-Thölkes Hof zur Verfügung: Eine Solekammer verfügt über reine Soleinhalation, die zweite Solebox bietet eine Kombination aus Sole- und Sauerstoffinhalation. Hier wurde der Ultraschallvernebler um einen Sauerstoffkonzentrator mit Ionisationsmodulen ergänzt.

Beide Soleboxen können sowohl von den Therapie- und Einstellerpferden genutzt werden als auch von Pferdebesitzern aus der Region, die ihre atemwegserkrankten Pferde mit Equinem Asthma inhalieren lassen möchten.

Vorteil Solekammer: Pferde sind entspannter und atmen tiefer

Obwohl ein Soleanhänger wesentlich flexibler für Fremdpferde wäre, hat sich Lisa Lauenstein-Thölke bewusst für die stationären Solekammern entschieden. „Beides hat Vor- und Nachteile. Der größte Nachteil einer Solekammer ist natürlich, dass die Pferdebesitzer mit ihren Tieren zu mir kommen müssen. Dennoch gibt es auch einen riesigen Vorteil, der für mich überwiegt: Als Trainerin und Reitlehrerin komm ich viel rum und sehe wahnsinnig viele Pferde, die mit dem Verladen und der Fahrt im Anhänger Stress haben. Um wirklich tief durchatmen zu können, braucht ein Pferd aber eine gewisse Grundentspannung, denn sonst wirkt die Sole im Körper nicht so effektiv wie sie könnte, wenn ein Pferd tief und entspannt atmet. Diese Grundentspannung erlangen Pferde in einer Solekammer leichter als in einem Anhänger. Das gilt übrigens auch für Pferde, die leicht auf den Anhänger gehen. Auch sie atmen in einer festen Solebox tiefer und effektiver.“

Positive gesundheitliche Erfolge mit Solekammer

Wie effektiv die Kombination aus Sole- und Sauerstoffinhalation wirklich sein kann, hat Lisa Lauenstein-Thölke bereits hautnah erlebt, als ein Pferd in ihrem Stall mit Muskelkrämpfen, stark erhöhter Atemfrequenz und erhöhtem Puls, akuter Atemnot, großen Nüstern und starkem Röcheln vor ihr stand. „Wie es immer so ist, passierte sowas immer an Feiertagen – in unserem Fall an Neujahr – und der gerufene Tierarzt konnte so schnell leider nicht kommen“, erzählt sie. Während des Telefonats entschied sie gemeinsam mit dem Tierarzt, das Pferd für rund 45 Minuten in die Solekammer mit ionisiertem Sauerstoff zu stellen. „Man hat ihm deutlich angemerkt, dass es ihm nicht gut geht. Er röchelte und stöhnte. Nach rund 45 Minuten habe ich ihn leicht an der Hand bewegt und ihn durchschnaufen lassen. Das Pferd kam deutlich zur Ruhe, Atemnot und Muskelkrämpfe waren verschwunden und es ging ihm so gut, dass der Tierarzt nicht mehr kommen musste. Wäre der Tierarzt da, hätte das Pferd sicherlich Bronchienerweiterer und Kortison erhalten. Auf diese Weise konnten wir das Problem deutlich schonender und mit weniger Stress lösen. Das Pferd konnte sich entspannen und es ging ihm sehr schnell wieder gut.“

In ihrem Therapiezentrum in Hohne im Landkreis Celle bietet Lisa Lauenstein-Thölke das perfekte Rundumpaket für atemwegserkrankte Pferde an – sowohl für feste Einsteller als auch für vierbeinige Gäste, die zum Kuraufenthalt zur ihr kommen. „Die Pferde stehen bei uns in Vollpension und erhalten auf Wunsch tägliche Inhalation und angepasstes Training. Großen Wert legen wir auf eine staubarme Haltung. Die Pferde stehen auf staubarmer Einstreu, haben geräumige Paddockboxen und bekommen täglich Auslauf auf dem Paddock. Wir füttern bedampftes Heu oder auf Wunsch Heulage, beides stammt aus eigener Produktion.“ Ihre zahlreichen Qualifikationen ermöglichen es Lisa Lauenstein-Thölke, die Pferde ganzheitlich behandeln. „Dank meiner Ausbildung als NeuroStim-Therapeutin und mithilfe der Matrix-Rhythmus-Therapie kann ich beispielsweise Verklebungen im Bereich der Bauchmuskulatur oder den Zwischenrippenmuskeln lösen, damit das Pferd wieder tiefer atmen kann. Unsere Magnetfeldmatte unterstützt hier den langfristigen Therapieerfolg. Außerdem biete ich Aufbautraining mit Equikinetic und Dualaktivierung – angepasst an den individuellen Gesundheitszustand des Pferdes – und arbeite mit dem Prinzip Biomotorik nach Monika Pausch sehr gern. Hier bekommt das Pferd ein besseres Körpergefühl, es lernt seine Atmung voll auszuschöpfen und Schleim rausbekommen, was die Situation langfristig verbessert, die Atmung vertieft und die Bauchatmung reduziert.“

Wer sich für das Angebot des Therapiezentrums interessiert, findet weitere Informationen auf Instagram sowie auf der Facebookseite vom Therapiezentrum Hof Thölke.

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